ethische Banken

Grüne Banken bzw. ethische Banken zeichnen sich durch eine besondere Transparenz aus, die Kunden sicherlich erfreuen wird. Wer sein Geld bei ethischen bzw. grünen Banken anlegt, hat die Gewissheit und erhält den Überblick, was mit dem eigenen Geld passiert. Denn diese Banken sehen sich in der Verpflichtung, ihren Kunden offen Einblick zu gewähren, in welche Investitionen ihr Geld fließt und an wen sie ihr Geld verleihen. Ökologisch schädliche Investitionen und ethisch sowie sozial unverträgliche Investitionen sind für diese Banken tabu. Wer in diese Banken vertraut, kann sicher sein, Ein- und Überblick zu erhalten.

Ethische bzw. grüne Banken sind gar nicht so neu, wie am Beispiel der Bochumer GLS Bank zu sehen ist. Sie wurde bereits 1974 gegründet. Heute allerdings legen Bankkunden immer mehr Wert darauf, zu erfahren, was ihre Bank mit ihrem Geld unternimmt. Und damit gewinnen Banken, die sich ethischen und ökologischen sowie nachhaltigen Grundsätzen samt Transparenz verschrieben haben und diese Werte auch tatsächlich realisieren, zunehmend an Bedeutung. Kein Wunder bei den Vertrauensverlusten, die die Machenschaften hinter der Finanzkrise zum Vorschein brachten.

Zu diesen nach wie vor noch exotisch erscheinenden Banken zählt neben der Genossenschaftsbank GLS auch die Nürnberger Umweltbank und die ostthüringische Ethikbank in Eisenberg. Alle drei ethisch vertretbaren Banken können gemeinsam auf eine Bilanzsumme von 2,2 Milliarden Euro blicken, wobei die Umweltbank die Marktführerposition stellt. Ihre Zielsetzung bestimmt, dass sie dem klassischen Bankgeschäft folgen wollen und der Zockermentalität ein klares Nein entgegensetzen.

Der Leiter der GSL Bank Thomas Jorberg bekräftigt, dass nicht alleine die Geldvermehrung das erklärte Ziel ist. Im Gegensatz zu solchen Bankmaximen will die GLS vielmehr ihren Kunden eine transparente Bank bieten, die sich damit schließlich selbst verpflichtet, verantwortungsvoll mit dem Geld ihrer Kunden umzugehen. Die rapide steigenden Kundenzahlen sprechen für das Erfolgskonzept.

Die jüngste der ethisch vertretbaren Banken, die Ethikbank, gilt als die kleinste grüne Bank. Doch auch sie zeigt seit ihrem Bestehen im Jahr 2002 enorme Erfolge. Als Tochter der Volksbank Eisenberg und als reine Direktbank wird ein weiter expandierendes Wachstum von der Gründerfrau Sylke Schröder erwartet, das die Wachstumsrate der Mutterbank schon bald überschreiten werde. Die grüne Ethikbank investiert ebenfalls ausschließlich in sozial und ökologisch verträgliche Unternehmen und sie lehnt auch jegliche Staatsanleihen ab, hinter denen Menschenrechtsverletzungen stehen. Waffen, Gentechnik, Kinderarbeit und entsprechende Investitionen sind absolut tabu.

Durch die enorme Transparenz bieten diese Banken im Gegensatz zu den herkömmlichen Banken einen Einblick und damit auch die Mitbestimmung darüber, was mit dem Geld geschehen soll.